{"id":2326,"date":"2018-05-14T09:05:54","date_gmt":"2018-05-14T07:05:54","guid":{"rendered":"http:\/\/sac-homberg.ch\/wordpress\/?p=2326"},"modified":"2018-05-28T09:01:47","modified_gmt":"2018-05-28T07:01:47","slug":"simmentaler-hausweg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sac-homberg.ch\/wordpress\/2018\/05\/simmentaler-hausweg\/","title":{"rendered":"&#8222;Simmentaler Hausweg&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>vom 8. Mai 2018<\/p>\n<p>Anzahl Teilnehmende: 22<\/p>\n<p>Teilnehmer-\/innen: Bucher Jost und B\u00e9atrice mit Gast Claire Kloter, Burger Max, Bolliger<br \/>\nOtto, Forrer Hugo und Annelies, Gacond Marc und Regula, Haller J\u00f6rg und Sibylle, Hasler Rolf und Ingrid, Kamer Katharina, Knobel R\u00f6bi, Leutwiler Arthur, Minnig Rosmarie, Pertl Silvia (Schnupperkandidatin), Sandmeier Walter, Weber Peter, Wiederkehr Ren\u00e9 und Erika<\/p>\n<p>Tourenleiter: Leutwiler Arthur<\/p>\n<p><!--more-->Bei allerbestem Fr\u00fchlingswetter versammelt sich eine bunte Seniorenschar &#8211; angereist mit Bahn, Auto und T\u00f6ff &#8211; um 0930 Uhr auf dem Bahnhofplatz in Erlenbach im Simmental. Nach der Begr\u00fcssung orientiert der Tourenleiter kurz \u00fcber die regionale Geographie und die wirtschaftliche Entwicklung in der Talschaft seit dem 16. Jahrhundert. Damals gingen die &#8222;B\u00e4uerten&#8220;, wie die Weiler im Tal genannt wurden, zu einer eigentlichen Vieh- und Alpwirtschaft \u00fcber. Es entstand der grosse Michaelsmarkt f\u00fcr Vieh und K\u00e4se mit Export insbesondere nach Italien und andere L\u00e4nder Europas. Diese Handelst\u00e4tigkeit brachte Wohlstand ins Tal und erkl\u00e4rt die \u00e4usserst prachtvollen Hausbauten. Die Zimmermannskunst wird auch heute noch gepflegt.<\/p>\n<p>Nach einem zehnmin\u00fctigen Anstieg ins Dorf zum Startkaffee im &#8222;Chlydorfbeizli&#8220; beginnt der eigentliche Hausweg mit dem &#8222;V\u00e9pyhaus&#8220;, dessen Bauk\u00f6rper der Simmentaler Tradition verpflichtet und mit einem R\u00fcndidach \u00fcberfangen ist, erbaut 1766 von Zimmermeister Hans Messerli. Das Haus steht, wie die meisten sehr alten H\u00e4user am Hausweg, unter Heimatschutz und ist nicht mehr bewohnt. Ein gut markierter Wanderweg f\u00fchrt nun steil bergan zur B\u00e4uerte &#8222;Tal&#8220; auf einer herrlichen Gel\u00e4ndeterrasse mit Blick auf die noch schneebedeckte Niesenkette. Hier bestaunen wir u.a. das Haus Nr. 34 (alle H\u00e4user unter Heimatschutz sind nummeriert), mit \u00fcppig gestalteter Frakturinschrift, erbaut 1765 von Zimmermeister Michael Teuscher f\u00fcr Johann Sulliger und Margreth Stucki. Nun geht der Weg dem Berghang entlang talaufw\u00e4rts bis zum Haus Oberberg auf 1000 m, dem heute obersten Haus der Dauersiedlung. Zu sehen gibt es einen klassischen Garten mit formsch\u00f6n geschnittenem Buchs und Kieselwegen. Nach 100 m Abstieg entlang der Stockhorn-Kabinenbahn erreichen wir die Strasse nach Balzeberg, wo Hans Messerli 1693 f\u00fcr Jacob Ueltschi das einzige bemalte Haus dieser B\u00e4uerte baute. Um nach Nidflue zu gelangen m\u00fcssen wir das Tengelbachtobel durchqueren. Hier bestaunen wir das Haus Nr. 30, erbaut 1642 von Zimmermeister St\u00e4fen B\u00e4rgman f\u00fcr Jacob Kiniman und Ana Mani. Weiter geht es \u00fcber Steinacher und Fl\u00fceli nach Weissenburgberg, einer weiteren B\u00e4uerte, die wie Weissenburg zur Gemeinde D\u00e4rstetten geh\u00f6rt.<br \/>\nNun verlassen wir den Hausweg und nehmen den Pfad in Richtung Weissenburgbad. Hier, auf 890 m in der Schlucht des unteren Buuschetals, wurde im Jahr 1600 die 27 Grad warme Thermalquelle Weissenburg gefunden, und 1602 verf\u00fcgte der Rat von Bern die Fassung der Quelle und den Bau eines Badehauses. Die Folge war ein grosser Ansturm von Kurg\u00e4sten, sodass im Jahre 1849 ca. 1 km bachabw\u00e4rts das sog. Vordere Bad- und Kurhaus Grand Hotel Weissenburgbad er\u00f6ffnet wurde. Dieses prunkvolle Hotel wurde zum Treffpunkt des Hochadels und war europaweit bekannt. 1936 weilte z.B. die holl\u00e4ndische K\u00f6nigin Wilhelmine mit Tochter Juliana zur Kur im Hotel, wo sich die Prinzessin mit Prinz Bernhard verlobte. Der erst Weltkrieg setzte dem florierenden Badebetrieb mangels G\u00e4sten ein vorl\u00e4ufiges Ende. 1925 wurde das Hintere Bad abgebrochen. Nach dem 2. Weltkrieg verlor auch das Grand Hotel Weissenburgbad an Bedeutung und wurde in den 1960er Jahren endg\u00fcltig geschlossen und 1986, nachdem es noch w\u00e4hrend einigen Jahren als milit\u00e4risches \u00dcbungsobjekt gedient hatte, von der Armee abgetragen. Der Arch\u00e4ologische Dienst des Kantons Bern hat 2014 und 2015 das Gel\u00e4nde der beiden Hotels saniert, sodass heute die Geb\u00e4udegrundrisse wieder deutlich zu sehen sind. Auch erkl\u00e4rende fotografische Tafeln und Texte f\u00fchren die Besucher durch die historische Badezeit.<br \/>\nDie Thermalquelle liefert nebst anderen Mineralien das calciumreichste Quellwasser der Schweiz, und es wurde wegen der ihm nachgesagten heilenden Wirkung beim Baden auch zu Trinkkuren verwendet. Um 1930 hatte der junge Ingenieur Hans Widmer die Idee, das Wasser als Getr\u00e4nk in Flaschen abzuf\u00fcllen. Er gr\u00fcndete 1935 die Weissenburg-Mineralthermen AG, die als erste in der Schweiz Mineralwasser mit Orangen- und Zitronengeschmack auf den Markt brachte. Nach der \u00dcbernahme durch Feldschl\u00f6sschen im Jahre 1985 wurde der Betrieb geschlossen.<\/p>\n<p>Um 1700 Uhr erreicht die Wandergruppe rechtschaffen m\u00fcde die Bahnstation Weissenburg und erfrischt sich am dortigen Brunnen gratis mit k\u00fchlem Weissenburger Mineralwasser.<\/p>\n<p>11.5.18\/Turi Leutwiler<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 8. 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