vom 3. – 6. Juni 2024
Tourenleiter: Walter Knobel
Teilnehmende: Baumgartner Guido, Baumgartner Kristin, Boss Lili, Bolliger Kurt, Brehm Peter, Bucher Beatrice, Bucher Jost, Fischer Thomas, Fischer Ursula, Gacond Marc, Gacond Regula, Haller Therese, Haller Sibylla, Hasler Ingrid, Hasler Rolf, Hupfer Urs, Knobel Ingrid, Pertl Silvia, Roetheli Markus, Roetheli Ruth, Sommerhalder André, Villiger Monika, Vogel Hansjörg «Pfiff», Vogel Monique
Montag, 3. Juni
Hinfahrt nach Reckingen
Fünfundzwanzig woll’n ihn wagen,
den Start zu «Gommer-Wandertagen».
Nur Esther, so tut Urs uns kund,
muss heute passen «wege’m Hund».
Ankunft im Blinnenhorn-Hotel,
dort geht es zügig, sogar schnell:
die Zimmer schon bezugsbereit,
man verliert hier keine Zeit.
Lunch, wir treffen hier die andern,
die mit uns das Goms erwandern –
vierzehn reisten mit der Bahn,
elf kamen hier im Auto an.
Salat ab Buffet und Spaghetti,
dann versammelt sich die «Schwetti»
auf dem Platz vor dem Hotel –
Walter wünscht, dass jemand zähl’.
Vollzählig, Abmarsch! Und wir trotten
durchs Dorf zur Brücke über’n Rotten.
Nicht steil geht es zum Kreuzweg dann,
man peilt die Stalenkapelle an –
da ist sie! Wunderschön gelegen
zwischen Lärchen, Platz fast eben.
Und auf harten Holzbankreihen
bewundern wir die Malereien.
Von der Kapelle geht es munter
steil durch einen Waldweg runter,
alsdann bergwärts, rustikal
und wieder runter, Weg recht schmal,
zum Rotten – es ist nicht mehr lang
zum kommentierten Dorfrundgang:
«Müli-Kino», Waschhaus, Backen,
den Weg ins Oberdorf dann packen,
zum Schluss die Kirche, Barock pur –
Walter bietet uns Kultur!
Um halb sechs sind wir daheim
schliesslich ist bald «Apero-time,
Mani Matter wird besungen –
Nachtessen… und Tag ausgeklungen.
Dienstag, 4. Juni
Oberwald – Münster
Frühstück, Postauto – schon bald
starten wir in Oberwald,
und nach vielen Regentagen
will’s sogar die Sonne wagen.
Fünfzehn 1, sechs Gruppe 2,
der Rest spaziert mit Gruppe 3.
Schon heisst es «auf los gehts los» –
der Wanderhunger ist heut’ gross!
So sieht die Gruppe 2 man trotten
entlang des Weges rittlings Rotten
Ulrichen wird anvisiert,
wo scheint’s ein Mittagslunch serviert.
Dann geht es zügig Münster zu –
dort vor der Führung nochmals «Ruh».
Die Guppe 3, die nimmts gemütlich,
tut sich an der Sonne gütlich.
Gruppe 1 steigt gleich bergan,
überquert die Furkabahn.
Auf schmalem Pfad geht’s – alle zweg –
waldwärts zum Gommer Höhenweg.
Es geht durch lichten Lärchenwald,
durch Blumenwiesen, und schon bald,
das heisst, nach einer guten Stunde,
Rast vor der Berge weisser Runde.
Birken säumen unsern Weg,
bei Bergbächen fehlt der Steg
zum Teil, das heisst ausweichen,
die guten Übergänge «preichen».
Knabenkräuter – Orchideen –
sind fast massenhaft zu sehen.
Mittags-Picnic, noch zwei Stunden…
in Münster eine Beiz gefunden!
Dorfführung – super interessant!
Herr Bacher weiss so allerhand
aus seinem Goms uns zu berichten –
sie sind authentisch, die Geschichten.
Am Zeitplan wird heut nicht gerüttelt,
stracks nach Reckingen «geschüttelt».
ID, Apero, Raclette-Znacht –
die ganze Gruppe: Gut gemacht!
Mittwoch, 5. Juni
Reckingen – Bellwald
Sonne ist heut’ angesagt –
So wandert ‘s Gros denn unverzagt
heute auf dem zweiten Teil
des Gommer-Höhenwegs, dieweil
‘s dem Grüppchen «nur nid gsprengt»
per Auto auch nach Bellwald «längt».
Doch gemach – nur eins ums andere –
nun geht es erst einmal ums «Wandere».
Der Strasse entlang, nicht allzu schnelle –
dann Feldweg zu der Feldkapelle:
ein Bijou, Mitten in der Matte,
wo ‘s früher kleine Äcker hatte.
Imhof Fritz, ein echter Gommer,
erzählt vom Winter und vom Sommer.
Strahler, Dachdecker und Schnitzer,
Mineralien-Sammlung-Besitzer –
er weiss Vieles zu berichten,
spannend sind seine Geschichten!
Nun aber weiter, schmaler Pfad,
der feucht, als ob’s geregnet hat.
«Grafschaft», Selkingen, Chaschtebiel,
hier ein erstes Zwischenziel
nach ziemlich Steigung jetzt die Frage,
wer sich nicht mehr weiter plage
und via Niederwald – leicht «ringer»
sein Glück such als «Bellwald-Bezwinger».
Vier also steigen erst mal runter,
dieweil die andern siebzehn munter
den Gommer Höhenweg bald finden,
der sich durch tiefe Gräben winden
tut. Der Galenstock lässt östlich grüssen,
das Goms liegt derweil uns zu Füssen,
und weiss die Pyramide vorn
«il corno bianco» – das Weisshorn!
Ziemlich rustikal geht’s weiter.
«Pic-Nic», befiehlt der Wanderleiter.
‘s ist einem Zahnarzt zu berichten –
und Apollonia kann’s richten.
Dann, nach einer knappen Stunde
von der Spitze frohe Kunde:
Bellwald! Motortransport schon hier
und wir auch bald beim kühlen Bier!
Auch das Team aus Niederwald
meldet sich im Anmarsch bald.
Das Lili-Taxi wird befohlen,
die Nachzügler sogleich zu holen.
Lili löst das mit Bravour,
und so endet hier die Tour.
Seilbahn und Postauto, sie bringen
uns gemütlich nach Reckingen.
Apero, und die Gedanken
an schöne Tage lassen danken:
Einmal mehr – an alles gedacht,
Ingrid und Walter: perfekt gemacht!
Wir geniessen – keine Frage –
diese tollen Wandertage!
Marc stimmt ein, der Minnesänger –
der Apero dauert etwas länger…
Donnerstag, 6. Juni
Fürgangen – Ernen, Rundtour
Man sagt, dass die Trusera-Suone
sich zum Wandern wirklich lohne.
Dazu möcht’ gerne man nach Ernen,
dem Dorf, von dem doch alle schwärmen.
So ist die letzte Tour schon klar,
unserer «Homberg-Wanderschar».
Fürgangen, Gepäck garagiert,
und über «d’ Hängibrügg» marschiert.
Das «Ganggele», es nimmt kein Ende,
die meisten brauchen drum die Hände.
Peter, locker in der Mitte,
meint «bei der Bahnpost war dies Sitte».
Alle, ohne Weh und Ach,
erreichen schwankend Mühlebach.
Ab dort geht’s steil durch einen Wald –
Bergpreis, Trusera, Stundenhalt.
Wohl zum dritten Male schon,
klingelt dort das Telefon:
Der Wirt ist’s, meldet in die Runde
eine Anzahl «Zimmerfunde».
Und, um sie zu transportieren,
muss man Röthelis «kommandieren».
Sie würden dann auf jeden Fall
per Pick-Up kommen, ‘s nächste Mal!
Auf romantisch-schöner Spur
führt nach Ernen unsere Tour.
Dort die «Motorisierten» finden,
alsdann PicNic unter Linden.
Der Dorfkern wunderschön zu schauen,
dann in der Beiz den Durst abbauen.
Alsdann geht’s zum Start zurück
auf besagter «Ganggeli-Brück».
Nun heisst es «portionenweise»
Abschied nehmen, denn die Reise
teilt sich: sei’s im Auto, sei’s per Bahn:
kommt alle gut zu Hause an!
Schön war’s: die Landschaft, die Natur, Geselligkeit und die Kultur…
dem Berichterstatter hat’s gefallen –
wunderbar war’s mit euch allen!
Rolf Hasler

























