Teilnehmer: David Eichenberger, Matthias Eichenberger, Doris Kyburz
Das Tourenziel wurde geändert: Vier motivierte Kletterer fuhren Richtung Näfels, ins Schwändital, um am Brüggler zu Klettern. Während der Fahrt merkten wir schnell, dass es eine ELKI (ElternKind) Klettertour geben wird. Doch der Einwand kam schnell, dass sie eher KIEL (KIndEltern) heissen soll 🙂.
Dieses Jahr beglückte uns Pfingsten ausnahmsweise mit strahlend schönem Wetter und dies haben wir voll ausgenutzt. Da heutzutage Flexibilität gross geschrieben wird, haben wir das Programm auch dementsprechend gestaltet, dass alle auf ihre Kosten kommen konnten. Es gab drei einzelne Klettertage und jeder der wollte konnte an einem oder mehreren Tagen teilnehmen.
Samstag, 30.05.2026
Teilnehmer: Matthias und Fabiola
Am Samstag haben wir den „Edelgrat“ (4c, „Brüggligräte“ bei Selzach) in Angriff genommen. Beim herrlichen Wetter konnten wir uns super auf das Wochenende einstimmen und da wir nur zu zweit waren, sind wir sehr speditiv vorwärts gekommen. Nach dem Abstieg haben wir uns kurz überlegt, ob es sich lohnt, noch einen weiteren Grat zu suchen, jedoch war im Hinblick auf die nächsten zwei Tage ein früher Feierabend auch sehr verlockend.
Am Sonntag hat sich unsere Gruppengrösse versechsfacht. In einem glücklicherweise schattigen Wald im Kanton Basel-Landschaft haben wir einen Sektor im Klettergarten „Pelzli“ besetzt. Schnell waren einige Top-Rope-Routen eingerichtet, damit auch die weniger erfahrenen Teilnehmer möglichst viel Klettern konnten. Trotz der heissen Temperaturen konnte im Schatten der Bäume nach Herzenslust geklettert, geübt und projektiert werden. Nebenbei wurde Kuchen gegessen, gebrätelt und im Wald herumgetobt.
Montag, 01.06.2026
Teilnehmer: Matthias, Maya, Fabiola
Am Montag hat es uns in die Zentralschweiz verschlagen. Die Gondelbahn und der Sessellift haben uns gemütlich von Engelberg nach Brunni gebracht und nach einem kurzen Fussmarsch sind wir den Touristen entkommen. Im griffigen, scharfen Felsen, mit einigen athletischen Stellen hat Matthias unsere 3er-Seilschaft zielsicher durch „Vrenis Traum“ (5b, 7 SL) auf den Gipfel „Schild“ geführt. Dank des leichten Windes war es in der sonnigen Route, trotz der hohen Temperaturen angenehm zum Klettern und ich bin der Meinung, die Route hat ihren Namen wahrlich verdient. Durch die klug gewählte Abseil-Route, welche neben den Kletter-Routen verläuft, sind wir effizient wieder nach unten gelangt und konnten das gelungene Wochenende mit einem kühlen Getränk in der Brunni-Hütte abschliessen.
Zum Abschluss noch ein grosses Dankeschön an Matthias, dass du alle drei Tage mit mir Klettern warst und an alle, die ihre Seile und ihr eigenes Material zu Verfügung gestellt haben.
Vom winterlich verschneiten Realp stiegen acht erwartungsfrohe Menschen die Furkapassstrasse hinauf – dem schönen Wetter und hoffentlich auch dem guten Schnee entgegen. Die Sonne drückte durch die Wolken und warf immer wieder scheue Blicke auf uns, doch so ganz traute sie sich dann nicht, auf uns herabzuscheinen.
Die Tour stand wetterbedingt lange auf der Kippe, insbesondere hinsichtlich des Entscheids, wohin es gehen sollte. Aufgrund der geringen Schneehöhe wären wir auf Bergbahnen angewiesen gewesen, und die Tour hätte ursprünglich Richtung Bannalp führen sollen. Diverse Bahnen in der Innerschweiz konnten am geplanten Tag wegen starken Winds jedoch nicht mit Sicherheit fahren. Daher musste eine andere Lösung gefunden werden. Zusätzlich war das Lawinenbulletin erhöht, weshalb wir uns für ein defensiveres Ersatzziel entschieden: den Stotzigen Firsten von Realp aus.
Wir starteten im **Schattental** von Litzirüti, der Aufstieg zog sich bis auf rund 2200 m fast vollständig im Schatten und sorgte so für angenehm kühle Bedingungen, trotz frühem Start um 8 Uhr. In gemütlichem, konstantem Tempo legte die Gruppe Spitzkehre um Spitzkehre zurück, sodass wir ohne Hektik Höhe gewannen und genügend Zeit für kurze Trink- und Fotopausen hatten.
Am 10. und 11. Januar 2026 fand unser Lawinenkurs auf der Spitzmeilenhütte statt. Trotz anspruchsvoller Wetterbedingungen bot das Wochenende eine intensive und lehrreiche Ausbildung im winterlichen Hochgebirge.
Hochnebel ist eigentlich keine schlechte Sache, denn wenn man drüber ist findet man oft stahlblauen Himmel und wärmende Sonne. Dieses Jahr mussten wir nicht mal hoch hinaus, denn kaum hatten wir die Klus in Balstahl hinter uns gelassen lichteten sich die Schwaden. Unser Ziel befand sich ein paar Km vor der Ortschaft Moutier. Auf der holprigen Fahrt zum Einstieg blickten wir voller Freude zu den Kalkwänden, welche aus dem farbigen Herbstwald ragten.
Die Wetterprognosen waren schlussendlich miserabel und so hat es auch den ganzen Samstag mehr oder weniger immer geregnet. Trotzdem trafen sich rekordverdächtige 51 Personen von ganz jung bis immer noch sehr rüstig bei der Waldhütte Reinach für den diesjährigen Kompasslauf.
Nach kurzer Einführung auf die OL Karte „Stierenberg“ gab es 2 unterschiedliche OL-Bahnen – eine kürzere die mehrheitlich den Wegen entlang ging und eine etwas längere, bei der auch mal quer durch den Wald gelaufen werden musste. Alle 12 Teams meisterten die Aufgabe mit Bravour und waren nach dem Lauf im Regen froh, in der warmen Waldhütte einen Apéro und anschliessend etwas feines vom Grill zu geniessen.
Vielen Dank allen Spendern für das Salat- und Dessertbuffet sowie allen fleissigen Helfern innerhalb und ausserhalb der Hütte die alle dazu beigetragen haben, den Kompasslauf zu einem gelungenen Anlass zu machen. Bis zum nächsten Jahr!
Teilnehmende: Fabian Kyburz, Elias Benz, Maya Wildi
Am Morgen ging es mit dem Auto los in Richtung Klausenpass. Als wir ausstiegen, überraschten uns erstaunlich angenehme Temperaturen, welche sofort zum Klettern einluden. Im Sektor Windeggen gab es für jeden etwas zu tun und so waren wir sehr schnell am Routen einrichten. Nach dem Mittag, als auch langsam die Kräfte schwanden, wurde es schon fast zu warm. Wir liessen uns nicht beirren und Kletterten noch eine paar Routen, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen in den Aargau.