Wandertage Vogesen

vom 10. – 13. Juni 2025

Tourenleitung: Walter Knobel

Teilnehmende: Bolliger Kurt, Boss Lilli, Bucher Beatrice, Bucher Jost, Fischer Thomas, Fischer Ursula, Gacond Marc, Gacond Regula, Haller Sibylla, Haller Therese, Hasler Ingrid, Hasler Rolf, Hupfer Esther, Hupfer Urs, Kamer Katharina, Knobel Ingrid, Knobel Silvia, Rötheli Markus, Rötheli Ruth, Sommerhalder André, Spengler Margret, Villiger Monika

Dienstag, 10.06.25
Hinfahrt – Grand Ballon (1423m)

Homberg-Senioren geh’n auf Tour.
Nach Frankreich führt sie, ihre Spur.
Man wandere in den Vogesen,
dort sei man scheint’s noch nie gewesen.
Null-sieben-dreissig Staffelegg –
die meisten sind jedoch schon weg…
(Und wären sie noch so genau –
es kommen alle in den Stau!)

Der Start findet drum später statt
bei Murbach im Hotel «Langmatt».
Und dennoch haben wir heut’ Zeit –
Kaffee und Gipfeli sind bereit.
Schon trifft das letzte Auto ein –
Befehlsausgabe! Sie muss sein.
Gruppen werden eingeteilt,
wie man den Ballon heut’ anpeilt.

Acht per Auto, und die andern
wollen auf den Gipfel wandern.
Ein steiler Aufstieg durch den Wald,
dann recht angenehm, und bald
erreichen wir den «Judenhut» –
der Rastplatz für ‘ne Pause gut.
‘s geht weiter durch den Wald hinauf,
ein alter Skilift… und viel Schnauf…

Auf dem Pass gibt’s Mittagsrast –
wir sind auf dem Gipfel fast.
Die Autogruppe kommt ganz munter
vom Gipfel schon wieder herunter.
Sie mögen sehr die Aussicht loben,
doch «cheibe zügig» sei es oben.
Danach entscheiden sich die Andern
unverdrossen hoch zu wandern.

Der Gipfel! Kugel für Radar,
die Aussicht prächtig – nicht ganz klar,
denn Waldbrände in Kanada
trüben unser Sichtfeld da.
Für «Les Diables bleus» ein Stein –
das mussten tolle «Teufel» sein!
Ein Rundweg führt alsdann zum Pass,
die Beiz, was Kühl’s!  (hauptsächlich nass!)

Den gleichen Weg geht’s alsdann munter
wieder zum Hotel hinunter.
Im Garten dort das Abschlussbier,
worauf man sich dann retablier’
zum Apero sich vorbereitetet,
bevor man zum Nachtessen schreitet.
Der erste Tag, er ist gelungen –
müd und zufrieden ausgeklungen….

Mittwoch, 11.06.25
Sentier des roches – Hohneck (1363m)

Hohneck, dort fahren wir heut’ hin.
Der Aufstieg sei dort recht alpin
und – dies für Emma schlechte Kunde –
verboten sei er für die Hunde.
Nach dem Frühstück, das famos,
geht’s um acht-Uhr-dreissig los.
Col de la Schucht – ‘ne lange Fahrt –
Route de la Crête, und dann der Start.

Schon zu Beginn wird’s rustikal,
gut gesichert bald einmal
der Weg, mit Treppen, hohen Steinen,
recht alpin möchte man meinen.
Für uns heisst es, vorsichtig gehen,
aufmerksam auf den Weg zu sehen,
dieweil uns Junge überholen –
schnell, als hätten sie gestohlen.

Rast auf dem Sattel – bald einmal
geht’s wieder runter: Frankenthal-
ein Berggasthof! Picnic tät winken,
dazu vom Tresen was zu trinken.
Ruppig geht es alsdann hoch,
hohe Tritte noch und noch…
Schliesslich Zwischenziel erklommen,
alle sind hier angekommen.

Erst einmal die frohe Kunde:
«auf den Gipfel halbe Stunde!»
Hier beschliesst der Tourenleiter,
«per Motortransport geht’s weiter.»
Die Fahrer drum rasch ab zum Park –
Das Gros macht in der Beiz sich stark,
gönnt nach der Tour sich ein Geschenk:
 «Gâteau-myrtilles» mit Getränk.

Die Einen kraxeln und die Andern
sieht man hohneckwärts gleich wandern.
Früh schon seh’n sie das Hotel,
doch Wandern geht nicht ganz so schnell.
Einen Mann sieht mit drei Frauen
man Immer wieder aufwärts schauen.
Nach gut zwei Stunden sind sie oben,
man hört sie hier die Aussicht loben.

Bald sind die Autos alle hier
ab geht es nach Langmatt zum Bier!
Genüsslich sitzen – wunderbar –
wir an der Sonne. Es ist klar:
Auch der Apero von Fischer
schmeckt hier draussen noch viel frischer!
Das Nachtessen wieder toll – auch dieser Tag war wundervoll!

Donnerstag, 12.06.25
Kaysersberg – Riquewihr – ein Wander-und Kulturtag

Fünfundvierzig Kilometer
bis Kaysersberg – dorthin, wo später
(nach dreiviertel Autostunden)
wir einen Parking-Apparat erkunden….
Parkplatz, Startkaffee und dann
auf einer Treppe schlosswärts ran.
Wunderbar! Blick auf die Stadt,
Stöcke bereit, wer welche hat.

Auf rustikalem Weg geht’s hoch,
Bollensteine noch und noch.
Ein Sturz, leicht aufgeschürft das Knie –
«wenn’s weitergeht so, schaff ich’s nie!»
Nichts Schwereres passiert zu Glück –
Drei gehen einfach hier zurück.
Verarztet haben ihn zwei Frauen,
die für den Weg jetzt selber schauen.

Die Gruppe aber, sie steigt weiter –
zwar ist’s nicht grad ‘ne Himmelsleiter,
doch liegt der Gipfel dieser «Schwertz»
halt schon ein bisschen «himmelwärts».
Hier gibt’s erst Picknick, dann geht’s munter
Richtung Riquewihr hinunter.
Im Städtchen trifft man die zwei Damen,
die selbständig nach Riquewihr kamen.

Ein Mann noch bleibt im grossen Wald,
doch findet dieser dann auch bald
nach Kaysersberg den Ausgang wieder
(ohn’ Absingen wüster Lieder!)
Alles stimmt – abfahrtbereit –
In Murbach haben wir noch Zeit,
die Klosterkirche anzuschauen,
uns auf Loreto zu erbauen.

Im Aargau weiss man nun und Bern:
Murbach gründete Luzern!
Ein weiterer Grund für Eidgenossen,
mit kühlem Bier dann anzustossen
auf der Terrasse des «Langmatt»,
das Selbiges bereitsteh’n hat.
Um sieben Apero und dann
Bricht schon der letzte Abend an….

Freitag, 13.06.25
Col de Boenlesgrab – Petit Ballon (1272m)

Neun Uhr, alle vor’m Hotel,
Abschied von Monsieur Bizel –
schön waren diese Wandertage
auch wegen Hotel Langmatts Lage
und seinem Chef, der engagiert
geschaut, dass wir stets gut serviert.
Jetzt aber heisst es «los, aufsitzen –
der Tag verheisst’s, wir werden schwitzen!»

Dann eine halbe Stunde Fahrt
zum Parkplatz, wo der Tourenstart.
Einteilung dort in eine Gruppe –
die meisten wollen auf die Kuppe
des Petit Ballon zügig steigen.
Einige möchten einfach zeigen,
dass sie fit sind wie die andern,
und drum zu der «Ferme Auberge» wandern.

Heiss und steil ist’s! Drum spazieren
im Wald zwei drei, die’s nicht prästieren
würden. Dass die Fitness nicht unendlich,
ist für alle selbstverständlich.
Die Gruppe «P’tit Ballon» steigt bald
recht steil empor durch einen Wald,
alsdann durch Weiden, bei der Hitze
(nur Emma findet eine Pfütze!)

Der Gipfel, Rundsicht wunderbar!
Hohneck, Grand Ballon sieht man klar,
beim Beobachtungsbunker sitzen
und dank Lüftchen nicht mal schwitzen,
dieweil wir in die Runde schauen,
besingt der Troubadour die Frauen…
Dann wird es für den Aufbruch Zeit –
die «Strohberg-Farm» ist nicht mehr weit.

Die Andern sitzen schon ‘ne Stunde
und dies in angeregter Runde
bei «Tarte de viande» und Salat,
was jedermann begeistert hat.
Gruppenfoto, Abschied nehmen,
und dies vorerst einmal von jenen,
die es gemütlicher genommen
und mit dem Auto hochgekommen.

Der grosse Rest sticht schliesslich munter
zum «Col de Boenlesgrab» hinunter –
dort, wo alle Autos stehn,
und schon heisst es «auf Wiedersehn»!
Erlebnisreich, perfekt geplant,
geführt von Walter und man ahnt:
Ingrid hat viel beigetragen –
ganz herzlich lasst uns Dank euch sagen!

Berichterstatter: Rolf Hasler

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