Winterwanderung im Stumpenland

Aargau Süd – eine historische Genusswanderung im Oberwynental

vom 6. Januar 2026

Tourenleitung: Ruth und Markus Rötheli

Teilnehmende: Amsler René, Bertschi Andy, Bertschi Madlen, Bolliger Kurt, Boss Lilli, Bucher Beatrice, Bucher Jost, Burger Max, Eichenberger Christian, Fischer Thomas, Fischer Ursula, Forrer Annelies, Forrer Hugo, Frei Jörg, Gacond Marc, Gacond Regula, Haller Sibylla, Haller Therese, Hediger Käthi, Hediger Paul, Huber Magda, Hupfer Esther, Hupfer Urs, Kamer Katharina, Knobel Ingrid, Knobel Silvia, Knobel Walter, Moser Sam, Pertl Silvia, Rötheli Markus, Rötheli Ruth, Sommerhalder André, Sommerhalder Roland, Stolz Robert, Suter Hans, Urech Ruth, Villiger Monika: Tabak- und Zigarrenmuseum, Wiederkehr Erika, Wüthrich Frieda, Wüthrich Ueli

Höhenprofil & Länge: Menziken Restaurant Storchen zum Schützenhauskeller Burg/Menziken 6,4 km, Höhendifferenz: 550 m / 663 m

Auf- und Abstiege 167/66 m, Wanderzeit mit Pausen: 2 Std. Plus Retourmarsch zum Tabakmuseum Menziken von ¾ Stunden.

Im Restaurant Storchen in Menziken, bei Kaffee und Dreikönigskuchen, hörten rund 35 Wanderinnen und Wanderer aufmerksam und mit grossem Interesse Monika Villiger zu. Wir hörten von Monika Villiger eine spannende Einleitung zur glanzvollen Tabak – Industriegeschichte der Firma Villiger. Am Schluss der ersten SAC – Seniorenwanderung im 2026, fand ein Besuch im Tabak- und Zigarrenmuseum aargauSüd, unter der Leitung von Monika Villiger und Ursula Rüesch, statt. Um diese Führung nicht zu verpassen, kamen etliche SAC-Mitglieder extra angereist.

Ab anfangs des 18. Jahrhunderts, blühte im oberen Wynental und Region Hallwilersee mit der Baumwollspinnerei- und Weberei eine hundertjährige Textilindustrie. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts, bedingt durch die Wirren des Französischen Krieges und von Billigimporten, kam dieser Industriezweig zum Erliegen. Mit Samuel Weber hat 1838 eine neue Ära begonnen, die der Tabakindustrie. 1888 gründete der 28-jährige Kaufmann Jean Villiger die Cigarrenfabrik Villiger (später Villiger Söhne AG) in Pfeffikon. 1902, nach dem frühzeitigen Tod von Jean Villiger, führte seine tüchtige und «starke» Frau Louise Villiger, die Grossmutter von Monika Villiger, den Betrieb mit ihren beiden Söhnen, Hans und Max noch im Kindesalter, weiter und bringt 1907 die Marke VILLIGER KIEL auf den Markt. Ab 1918 vertreten   Hans und Max die Geschäftsleitung.1954 übernehmen die Kinder von Max Villiger, in dritter Generation, die Verantwortung. Zuerst kommt Heinrich Villiger dazu, später sind es Kaspar Villiger und 1967 Monika Villiger als Exportleiterin. Sie bauen das Familienunternehmen erfolgreich zu einer Holding AG aus. Monika berichtete mit Leidenschaft über die Herstellung der Zigarren, von der Ernte, dem Einkauf in Brasilien, Südamerika, Indonesien, Kuba und der Dominikanischen Republik. Eine Zigarre besteht immer aus verschiedenen Tabaksorten. Den Agenten in Beinwil, Menziken und Burg. Das Highlight blieb die Führung im Tabak- und Zigarrenmuseum.

Die Wanderung, sie führte, zuerst durch ein Quartier im Oberdorf von Menziken, wo einst die 1887 eröffnete Seethalbahn STB, ab Beinwil am See nach Beromünster (Münster) fuhr. Die STB gelangte 1922 zur SBB, welche das Stromnetz auf ihre Norm umstellte. Leider blieb der Personenverkehr für diese Strecke immer schwach. 2001 wurde der Betrieb eingestellt und der Zirkus Knie kommt seither nicht mehr nach Reinach. Ab der Badeanstalt Menziken bis zu den Winonhöfen in der Winon, ging es, durch ein verschneites Naturschutzgebiet bei Sonnenschein, der Wyna entlang. Standen auf halber Strecke still beim Viadukt, wo einst die Einspurbahn nach Beromünster fuhr. Es war uns möglich, für diese kurze und abwechslungsreiche Wanderung zum Schützenhauskeller von Menziken/Burg, mehrheitlich Naturwege begehen zu können. Immer wieder mit Blick auf den Hausberg, der unserer SAC – Sektion den Namen gab. Wir empfanden die Wanderung als Erholung pur.

Wie die Jahre zuvor, haben uns Lilli und Kurt im Schützenhauskeller, mit einer feinen Suppe, einer idealen Glut zum Bräteln, festlich gedeckten Tischen und mit viel Herzlichkeit und Engagement empfangen. Wir wurden verwöhnt, die Stimmung war locker und gemütlich, das mitgebrachte Essen gut und alle freuten sich auf den letzten Abschnitt des Tages. Im Eilschritt ging es nach Menziken Burg. In Burg ist auf dem Schulhausdach ein Weihnachtsstern, mit einem Durchmesser von rund 8 Metern, angebracht. Der leuchtet in der Advents- und Weihnachtszeit über das ganze Oberwynental.

Unser herzlicher Dank gilt Monika Villiger, Ursula Rüesch, Kurt Bolliger, Lilli Boss, Mira Frei und dem Hüttenwart, Oswald Fasler, der für den SAC den steilen Abschnitt vor dem Haus hat pflügen lassen.

Wir wünschen euch allen viel Wanderglück für das Jahr 2026.

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