8. – 14. März 2026
Die Skitourenwoche fand dieses Jahr rund um Disentis statt. Unsere Unterkunft hatten wir in einem ehemaligen Hotel in Cumpadials. Wie immer in den letzten Jahren kochten wir gemeinsam unter der Anleitung von Beni Weber.
Sonntag, 08.03.2026 – Ankunft
von Fabiola
Um 11 Uhr, weniger früh als wohl die meisten von uns angenommen hatten, sollten wir uns bei unserer Unterkunft treffen. Doch wie es der Zufall wollte, begegneten wir einander schon auf der Autobahn, beziehungsweise in der Raststätte beim Kaffee. Es wurde geplaudert, die Stimmung war gut und es entstand der Eindruck, dass es eine interessante und gesellige Lagerwoche werden könnte.
Nach der Ankunft in Cumpadials starteten wir eine erste Erkundungstour durch das ehemalige Hotel „Pensiun Degonda“. Neben vielen offenen und verschlossenen Türen entdeckten wir diverse Museumsstücke und unzählige Tischchen, Kommoden und Schränke mit allerhand Krimskrams und sehr vielen Plastiksäcken im Innern. Das Haus war riesig, jeder bekam sein eigenes Zimmer und Beni war besonders angetan von der grossen und gut ausgestatteten Gastro-Küche, in welcher natürlich auch sein Gewürzkasten einen Ehrenplatz bekam. Bei einem späteren Rundgang haben wir zudem einen Pingpong-Tisch sowie einen Töggeli-Kasten entdeckt, welche jedoch wieder völlig in Vergessenheit gerieten.
Da wir natürlich nicht nur zum Wohnen in die Surselva gefahren sind, packten wir unser Skitourenmaterial in die Autos und fuhren auf den Lukmanierpass. Für den ersten Nachmittag stand keine strenge Skitour auf dem Programm, sondern Ausbildung. Die Reichweite und Grenzen des LVS wurden thematisiert und erprobt sowie das richtige Verhalten bei einer Lawinenverschüttung geübt. Wir haben geschaufelt, sondiert und uns das breite Wissen von Thom zu Nutzen gemacht, um Neues zu lernen.
Bei einem Apéro im Nangijala und einer hervorragenden Pizza im Stiva Ursus haben wir den ersten Tag ausklingen lassen und uns auf die bevorstehende Woche eingestimmt.
Montag, 9. März
von Silvan
Wir sind von Rueras aus mit teils lückenhaftem Schnee gestartet. Dementsprechend haben wir für ein paar hundert Höhenmeter die Ski auf den Rucksack gebunden. Nach dem Aufstieg durchs Val Milà haben wir uns aufgeteilt, sodass ein Teil zum Chrüzlistock aufstieg, während der Rest die Mittelplatten aufsuchte. Auf der sulzigen Abfahrt haben wir uns wieder getroffen und hatten Dank einer anderen Routenwahl bis fast zu den Autos guten und genügend Schnee.
Dienstag, 10. März
von Dani Schaffner
Nach einem tollen Frühstück gings nach Disentis, wo wir die Bergbahnen hoch ins Skigebiet nutzten, bis zum letzten Lift. Unser Ziel: Der Oberalpstock Wintergipfel 3295m. Das Wetter: Ungewiss wechselhaft. Wir waren nicht die einzige Tourengruppe die Anfellte um auf der Ostseite des Piz Ault zu Queren und zu Fuss über Eisenbügel ins weite Tal des Brunnifirns zu kletterten. Thom führte uns aber als erste geschickt bei zum Teil starkem Wind und Null Sicht durch die weisse Landschaft. Zwischendurch riss die Wolkendecke auf. Auf dem ausgesetzten Gipfel mussten wir uns die Aussicht ins Maderaner Tal aber denken.
Die Abfahrt führte uns über die Fuorcla da Strem Sut ins imposante Val Strem. Wieder waren wir froh um Thoms tolle Führung im Nebel und der Seilhilfe im steilsten Abschnitt.
In der kultigen Nangijala Bar stiessen wir an auf eine spannende Rundtour und auf Urs, er hatte heute Geburtstag!
Ein paar unermüdliche probierten anschliessend noch die neue Boulderhalle in Disentis aus. Beim Nachtessen – tolles Thai Curry von Beni – begrüssten wir 3 weitere Besucher der Tourenwoche. Bergführer Peter, Fabienne und Lukas sind eingetroffen.
Mittwoch, 11. März
von Doris
Am Mittwoch starteten 12 Skitourengänger rund 1 Kilometer südlich von unserer Unterkunft, in Laus. Unser Ziel war einer der vielen Punkte am Carvera, einem langgezogenen Grat. Heute war auch der 2. Bergführer Peter Keller dabei. Somit konnten wir uns spontan in 2 Gruppen aufteilen. Unser Aufstieg Nordseitig war wunderschön über die Alp da Laus, Querung durch den Wald inklusive Fotoshooting (Wildtierkamera) und über den Grat Richtung Punkt 2159. Ich freute mich bereits während dem Aufstieg auf die kommende Abfahrt und plante meine Schwünge in den Nordwärtsgerichteten Hängen bis zu den Autos. Es kam dann aber anders.
Die muntere Schar nahm einen gemütlichen Picknick, genoss die Sonne und die prächtige Aussicht, während unsere beiden Führer die Umgebung beurteilten und die beste Abfahrt aussuchten.
Die Entscheidung fiel, südseitig ab zu fahren mit der Idee, Sulzhänge geniessen zu können. Es gab durchaus einige schöne Schwünge, leider auch stellen mit mehr Stauden, als Schnee, ab und zu Steine zum Slalom fahren, eine durchaus abwechslungsreiche Abfahrt. Es hatte aber deutlich weniger Schnee, als erhofft. Irgendwann haben auch die optimististen Skifahrer gemerkt, dass sie wohl nur noch Gras unter den Skiern haben und der Schnee ausbleiben wird. Während wir auf die Strasse runter wanderten, gingen die „Autofahrer“ etwas rascher, wurden von einem organisierten Bergführerkollegen von Thom abgeholt und holten unsere Autos. Somit ging es zurück zum Apero und einem weiteren gemütlichen Abend in unserem Lagerhaus.
Vielen Dank an Thom und Peter, aber auch an alle anderen Teilnehmer für einen weiteren gelungenen Tourentag und die schöne Gruppengemeinschaft!
Donnerstag, 12. März
von Fabian
Am Donnerstag teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Eine Fünfergruppe war auf dem Schenadüi. Dazu kann ich leider nicht viel sagen, weil ich mit der anderen Gruppe auf dem Piz Lai Blau war. Aber mir wurde gesagt, dass es auf dem Schenadüi schön war. Auf dem Piz Lai Blau war es auch schön.
Freitag, 13. März 2026
von Dani Schraner
Rundtour Tschammut – Andermatt – Gemsstock (2962 m) – Vernigelhütte – Maighelspass – Piz Borel (2952 m) – Tschammut
Jeden Morgen wurden wir nach dem Aufstehen mit einem fürstlichen Frühstück verwöhnt, für das Beni jedes Mal von Neuem einen köstlichen Zopf backte und unsere Power mit 3 1/2– Minuten Eiern stärkte und natürlich durfte dabei weder das Müsli noch die Konfi fehlen.
Nach dem Frühstück standen die Zeichen auf Aufbruch und wir teilten uns in zwei Gruppen auf, die unsere hervorragenden Bergführer Thom und Peter anführten.
Wir brachen mit verschiedenen Autos nach Tschammut auf, von wo aus wir zu sechst aufbrechen konnten. Erst ging es mit der Rhätischen Bahn (RhB) Richtung Andermatt. Dort teilten wir uns die Seilbahn mit vielen Skipistenfahrern Richtung Gemsstock und genossen den Ausblick bei klarem Wetter.
Vom Gemsstock aus konnten wir dann endlich auf unsere Skier stehen und voller Freude und bei traumhaften Schneeverhältnissen Richtung Vernigelhütte fahren. Wir kamen beim Schwarzwasser, an der Alp Rossboden und dem Sunnsbiel vorbei und genossen dabei die gute Sicht.
Nach einer kleinen Pause brachen wir, die Felle an die Skier angeschnallt, auf, Richtung Maighelspass und mussten als erstes ein schroffes Lawinenfeld überqueren. Das war sozusagen ein «steiler Einstieg». Wir sind danach sehr gut voran gekommen in einem guten «Thomrhythmus», ohne Harscheisen und bei griffigem Schnee.
Nach eineinhalb Stunden, beim Pass angekommen, konnten wir rechter Hand Richtung Piz Borel weitersteigen. Auf dem weiteren Weg begegneten wir einer steilen, kompakten Flanke und Thom rief: «Harscheisen montieren!».
Danach fanden wir uns kurz vor dem Gipfel des Piz Borel auf einem steilen Hang wieder, der uns mit etwa 50 cm Neuschnee beglückte. Zum Glück konnte Tom eine ideale Spur für uns bahnen, der wir uns einfach anschliessen konnten. Jede Spitzkehre wurde von ihm für uns präpariert. Trotzdem rutschten wir immer wieder mal auch ein paar Schritte rückwärts.
Eine steife Brise aus Südwest kündigte den vorher erwarteten Wetterumschwung an. Es war da schon Einiges los am Himmel. Wir machten ein Skidepot an einem sicheren Ort und konnten in den Fussspuren unserer Vorgänger in Richtung des, dem Wind und Wetter stark ausgesetzten, Grates und weiter zum Spitz hin marschieren. Angekommen auf dem Gipfel, freuten wir uns alle, dass wir es geschafft hatten.
Zuerst begrüsste uns dort dichter Nebel, der sich zum Glück für die folgende Abfahrt mit den Skiern wieder lichtete.
Die zweite Abfahrt Richtung Maighelshütte verwöhnte uns mit Pulverschnee und alle kamen so richtig in ihren eigenen Flow hinein.
Dort hiess es das letzte Mal die Felle montieren und zwanzig Minuten nochmals kurz bergauf zu wandern, bevor wir dann bei guten Schneeverhältnissen bis nach Tschammut abfahren konnten.
Den Abend begannen wir bei einem herrlichen Apero, den uns Jürg Blumer in seinem gemütlichen Ferienhaus in Sedrun offerierte. Dort trafen die beiden Gruppen wieder aufeinander und hatten sich viel von den spannenden Tourerlebnissen zu erzählen.
Wir beschlossen diesen erlebnisreichen Tag mit einem feinen gemeinsamen Nachtessen in einem Restaurant in Disentis.
Samstag, 14. März
Angesichts des trüben Wetters, das nur noch trüber wurde, entschieden wir uns, gemütlich aufzuräumen und die Heimfahrt anzutreten.



















