Seniorenskitouren Diemtigtal

vom 13. & 14. Februar 2024

Tourenleiter: Röbi Knobel

Teilnehmende: Beatrice Bucher, Katharina Kamer, Maria Maier (Gast), Peter Brehm, Rolf Hasler, Guido Baumgartner, Ruedi Hintermann, André Bättig, Beat Huber

13. Februar: Fildrich nach Oberberg, 880 Hm
Kurz nach 10 Uhr genossen wir das Startkaffi beim freundlichen Bäcker in Zwischenflüh. Frisch gestärkt gings dann zum Startpunkt nach Fildrich. Nach etwa zehn Minuten Skitragen fanden wir den ersten Schnee, der dann auf 1400 müM in eine geschlossene Schneedecke überging. Im Sonnenschein wanderten wir auf gefrorener Schneedecke mit Puverschümli durch die imposante Landschaft. Auf einem gut eingeschneiten Fahrsträsschen gings dann durch ein Tobel auf die andere Talseite. Nun taten sich, in einem weiten nach Südwest orientieren Tal, wunderbare Hänge auf. Das Bächlein, das durch die gut 1m dicke Schneedecke mäandrierte, war noch das Sahnehäubchen auf einem genussreichen Aufstieg.

Kurz nach der Mittagsrast galt es einen Steilhang auf der Südseite des Galmihorns zu überwinden. Dank schon angesulztem Schnee gelang es der Spurpatrouille eine gute, seniorentaugliche Spur mit nur einer Spitzkehre anzulegen. Auf dem oberen Oberberg, auf knapp 2200 müM, auf einem kleinen Vorgipfel war dann das Tourenziel erreicht. Hier oben wars noch richtig Winter, die Alphütte tief eingeschneit und der Schnee pulvrig. Die Zeit ruft! Es war schon 15:30h als wir, noch immer bei schönstem Sonnenschein die Abfahrt unter die Latten nahmen. Nach einigen Schwüngen im Pulverschnee stachen wir in die steilen gut angefirnten Südhänge bis hinunter zum Bächli, wo dann der Sulz übergangslos in Pulver überging – welch ein Vergnügen! Wieder auf der anderen Talseite tauchten wir bald in den Schatten und mussten dann über hart gefrorenen, verfahrenen Schnee kräftezehrend ins Tal runterrattern. Auf der Ebene angekommen nutzten wir die letzten Schneeflecken so gut aus, dass wir die Skier erst 100m vor unseren Autos abschnallen mussten.

Nach einer halbstündigen Autofahrt erreichten wir gleichzeitig mit den letzten Sonnenstrahlen, unsere Unterkunft, das Berggasthaus Gsässweid. Wir waren bei Familie Neukomm gut aufgehoben und genossen trotz dem Geruch des Kuhstalls, der bis ins Restaurant und in die einfachen Zimmer drang, einen gemütlichen „Hüttenabend“.

14. Februar, Gurbsgrat, 900 Hm Aufstieg, 1400 Hm Abfahrt
Heute starteten wir, nach der Anreise mit Auto und Sesselbahn, in Nüegg mitten im Wiriehorn Skigebiet. Die erste Stunde bis hoch zur Bergstation des Doppelskilifts war abwechslungsreich und weit entfernt von der Piste. Nach einer sonnigen Rast bei der Alphütte Tubefärrich nahmen wir den oberen von zwei möglichen Wegen zur Abendmatte. Schon bald mussten wir im Wald, unter der steilen Südflanke des Wiriehorns, die Skis über apere Stellen tragen, um dann alsbald feststellen zu müssen, dass nach dem Wald ein riesiger Lawinenkegel das Weitergehen verhinderte. Zum Glück war zwischen Wald und Lawine ein wunderbarer Sulzschneehang, denn wir runterkurven konnten. Auf der Höhe des unteren Weges war es dann möglich, den Lawinenkegel zu durchqueren. Heute war es viel wärmer als gestern, schon bald waren unsere Felle tropfnass. Wir mussten deshalb nach Möglichkeit die Aufstiegspur so legen, dass wir Pulverschneestellen, die sich sofort in lästigen Stollen bemerkbar machten, vermeiden konnten. Bis zum oberen Mettenberg gelang uns das gut. Nach einer Pause an der Sonne nahmen wir die letzten 200 Höhenmeter, jetzt bei bedecktem Himmel, in Angriff. Trotz mühsamen Stollen gelang es dem Vorabteam, eine schöne Spur in den nun topografisch interessanten Nordhang zu zeichnen. Schon bald gratulierten wir uns auf dem windigen Gurbsgrat zu unserem Tagesziel.

Die Abfahrt war wegen diffusem Licht und schlechter Sicht trotz recht gutem Schnee, anspruchsvoll. Nach der heiklen Überqueren eines Rinnsals, in einem steilen Hang, und dem schon beschriebenen Lawinenkegel mussten wir nochmals die Felle montieren um zur Skilift Bergstation zu gelangen. Die 700 Hm Abfahrt auf der Piste wurden durch Weissbier etc..im Berggasthaus Nüegg auf angenehme Art unterbrochen. Die Schlussabfahrt, auf schmalem, sehr weichen Schneeband war schön, aber anstrengend.

Wir haben zwei tolle und für Senioren anspruchsvolle Skitouren erlebt. Ich bin stolz auf alle Teilnehmenden.

Euer Tourenleiter
Röbi Knobel

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