vom 3. Februar 2026
Mit etwas gemischten Gefühlen sind wir Richtung Innerschweiz losgefahren. Der angesagte Föhnsturm zeigte sich schnell auf der Ostseite vom Lindenberg. Spannende Lichtfenster und bizarre Wolkenbilder verzierten den Morgenhimmel. Es hatten sich 10 Personen für die Tour angemeldet, jedoch musste sich ein Kollege wegen defektem Ski kurzfristig abmelden. Wir fuhren Richtung Hirzel und dann über Samstagern zum Chaltebode ins Industriequartier. Dort stiess Béa Villiger beim Forstwerkhof zu uns. Weiter ging es nach Unteriberg zum Restaurant Horat, wo wir unsere anderen Tourengänger beim Startkaffe und Gipfeli trafen. Ich durfte erfreulicherweise 4 Frauen zur Tour begrüssen.
Frisch gestärkt ging es weiter zur Talstation Weglosen, von wo wir mit den Ski den Aufstieg in Angriff nahmen. Zuerst Richtung Süden und dann über die Forststrasse durch den Chäserenwald bis zum schönen Holzunterstand, wo wir unsere erste, verdiente Pause einlegten. Bis jetzt hatten wir vom Föhn wenig oder gar nichts gespürt. Hier jedoch blies dieser uns voll ins Gesicht. Nach ca. 30 Minuten wurden die Ski wieder angeschnallt. Ueber schöne offene Hänge stiegen wir Richtung Druesberghütte auf. Wir glaubten es kaum, der Wind hatte sich praktisch gelegt und die Sonne strahlte uns entgegen. Entsprechend mussten wir bald mal etwas ausziehen. Vorbei an der Hütte und der darüber liegenden Kapelle stiegen wir auf der südlichen Seite vom Pfannenstöckli langsam unserem Ziel entgegen. Nach gut einer Stunde legten wir einen weiteren Halt ein. Auf einem schneefreien Högerli genossen wir die Sonne und die Verpflegung aus dem Rucksack.
Jetzt nahmen wir den letzten Teil des Aufstiegs in Angriff. Noch kurze Zeit Richtung Osten und dann drehten wir gegen Süden dem Gipfel entgegen. Wir erreichten alle gut und entspannt den Gipfel. Unser Gast, Carla, die das erste Mal auf einer Skitour war, hat den Aufstieg mühelos geschafft und freute sich mit uns. Auf der Ostseite vom Gipfel war sehr dominant der Glärnisch zum Greifen nah. Leider machte sich jetzt von Nordosten her der Nebel bemerkbar und brachte etwas Unruhe. Ich entschied mich eher zügig die Ski zu montieren und abzufahren, damit wir bei vernünftiger Sicht gut zur Drusberghütte abfahren könnten. Die Sicht war schon etwas diffus und es strengte an, die tückischen Mulden, Löcher und Högerli zu sehen. Ruedi Hintermann machte einen wunderbaren Überschlag bei einem solchen unsichtbaren Hindernis. Die Ski blieben stecken und er landet Kopf über im Schnee. Stefan, unser zweiter Gast vom SAC-Pilatus hatte auch noch eine kleine Bruchlandung in einem pulvrigen Schneeloch und musste seinen Skistock suchen. Zum Glück änderte sich das Wetter wieder und die Sicht war wieder gut. Bei Sonnenschein und teils gutem Schnee fuhren wir ab zur Hütte. Alle freuten sich auf eine Apfelschorle oder ein grosses Glas Mineral. Einige gönnten sich noch ein Stück von der sehr feinen Aprikosenwähe. Wir genossen den Aufenthalt in der Drusberghütte und freuten uns auf den Rest der Abfahrt.
Wir entschieden uns in zwei getrennten Gruppen den ersten Teil der Abfahrt bis zum Unterstand im Chäserenwald zu machen. Die eine Gruppe wedelte über die Strasse, die andere nahm die die «Hangroute». Beim Punkt 1421 trafen wir uns wieder und fuhren entlang der Forststrasse zügig abwärts. Eine Stelle war kritisch, wo wir kurz die Ski abschnallten und etwa 30 Meter weit tragen mussten. Nachher noch ein Stück der Strasse entlang und dann über den letzten pistenartigen Abschnitt zu den Autos. Es kamen alle unversehrt und mit einem Lachen auf dem Gesicht bei den Autos an. Alles in Allem waren Wetter, Wind und auch der Schnee viel besser als wir erwartet hatten. Es war eine schöne und genussvolle Tour. Ich bedanke mich bei den Teilnehmenden und freue mich auf die nächste Tour. Auch unsere Gäste Carla und Stefan sind jederzeit willkommen bei uns.
Tourenleiter Markus Eichenberger
Teilnehmende:
Maya Wildi, Katharina Eppenberger, Béa Villiger, Gast Carla Schwinnen
Beat Huber, Ruedi Hintermann, André Bättig, Gast Stefan Walthert









