vom 27. Januar 2026
Tourenleitung Andre Sommerhalder und Therese Haller
Teilnehmende: Amsler René, Betschart Lisa, Bucher Jost, Bucher Beatrice, Burger Max, Forrer Annelies, Forrer Hugo, Gacond Regula, Gagond Marc, Graf Richi, Haller Sibylla, Kamer Katharina, Knobel Ingrid, Knobel Walter, Knobel Silvia, Moser Sam, Pertl Silvia, Rötheli Markus, Rötheli Ruth, Wiederkehr Erika, Willi Reini, Zeltner Brigitte
24 gutgelaunte Seniorinnen und Senioren trafen sich im Restaurant Sonne in Eich zum Startkaffee. Die strahlende Sonne hat uns den Sempachersee ins beste Licht gestellt und die Vorfreude auf die Tour gesteigert.
Da wir mit dem Tourismus Büro Sempach einen Termin in Kirchbühl vereinbart hatten, mussten wir uns 9.45 Uhr auf die Socken machen. Um in die Via Gottardo Nr. 7 zu gelangen, machten wir eine kleine Runde nach Norden um später aufwärts zum Römerweg zu gelangen. Auf diesem Höhenweg wandernd durften wir ein grossartiges Panorama mit Sempachersee und Alpen geniessen. Dieser Römerweg war schon im Mittelalter die Hauptstrasse von Basel nach Süden und führte uns direkt zur Kirche Kirchbühl. Zuerst aber leitete uns der Weg an der Schule und der alten Barockkirche von Eich vorbei, vorbei an den neugierigen Alpakas und dann durch die kleine Schlucht.
Schon bald waren die ersten Häuser des grossen Weilers Kirchbühl zu sehen. Herr Lieb von Sempach Tourismus erwartete uns bereits beim idyllisch gelegenen und dem hl. Martin geweihten Gotteshaus. Im Innern und sitzend erfuhren wir sehr Interessantes über die Wandmalereien und diese 1234 erstmals erwähnte, aber wie Ausgrabungen belegen, wesentlich ältere Kirche. 1288 befand sie sich im Besitz des elsässischen Klosters Murbach, das jedoch 1420 nach zehnjährigem Streit die Kirche mitsamt ihren Filialen dem Kloster St. Leodegar im Hof von Luzern abtritt. Schon 1275 wird im Städtchen Sempach die Tochterkirche St. Stephan als Konkurrenz erwähnt. Nach der Reformation lebt die Bedeutung der alten Mutterkirche Kirchbühl noch einmal auf, als sie einen neuen Chor und ein Beinhaus erhält. Im 17. Jahrhundert schliesslich werden die Messen immer seltener. Doch erst 1832, als man auch den Friedhof von St. Martin gänzlich in die Stadt verlegt, verliert die Kirche ihre letzten Funktionen und gerät ins Abseits. Heute ist sie gerade durch ihre romantische Verschlafenheit beliebter Ort für allerlei kirchliche Feste geworden.
Das Kloster Murbach haben wir letztes Jahr an den Wandertagen in den Vogesen kennengelernt.
Der Weiler ist im Gegensatz zur Kirche relativ jung. Dies wird nicht allein dem Brand im November 1700 zuzuschreiben sein, der insgesamt vier Häuser und vier Scheunen erfasste. Im 19. und 20. Jahrhundert erfuhr Kirchbühl Renovationen, die aber der Geschlossenheit des Weilers nicht viel anhaben konnten. Ein Teil der Häuser wurde jedoch in jüngster Zeit verändert bzw. neuverkleidet. Am rechten Eingang des Weilers steht zum Beispiel ein imposantes Haus aus dem 18. Jahrhundert.
Nach diesen informativen Ausführungen wanderten wir weiter Richtung Sempach, durch dieses schöne, alte Städtchen Richtung See. Dem Ufer entlang und an der Vogelwarte vorbei gings zum Restaurant Seeland beim Campingplatz, wo das Mittagessen wartete.
Am Nachmittag führte uns ein halbstündiger Weg bei bewölktem Himmel zum Bahnhof Sempach-Neuenkirch, wo sich unsere Wege für die Heimreise trennten.







