Mittwoch, den 18. Februar 2026
Tourenleiter: Walter Knobel
Teilnehmer (38): Andy Bertschi, Kurt Bolliger, Lili Boss, Peter Brehm, Heidi Brehm, Beatrice Bucher, Jost Bucher, Ruth Eichenberger, Ursi Fischer, Annelies Forrer, Hugo Forrer, Marc Gacond, Regula Gacond, Doris Graf, Richard Graf, Sibylla Haller, Therese Haller, Ingrid Hasler, Rolf Hasler, Käthi Hediger, Paul Hediger, Oski Hintermann, Esther Hupfer, Urs Hupfer, Ingrid Knobel, Walter Knobel, Rosmarie Minnig, Sam Moser, Silvia Pertl, Irene Peyer (Gast), Markus Rötheli, Ruth Rötheli, Margret Spengler, Hans Suter, Elisabeth Strub (Gast), André Sommerhalder, Reini Willi, Brigitte Zeltner
Schlechter kann ein Wetterbericht nicht sein als jener für den 18. Februar: „Anhaltende Niederschläge, erst als Schnee bis in die Niederungen, am Nachmittag übergehend in Regen“. Und trotzdem besammeln sich an diesem trüben Morgen 30 warm und wasserdicht angezogen Homberg Seniorinnen und Senioren im ehemaligenBäckerei/Café Moosberger beim Bahnhof Wildegg. Weitere acht stossen dann beim Mittagessen auf der Habsburg dazu.
Pünktlich zum Abmarsch und genau den Prognosen entsprechend setzt Schneefall ein. Wir überqueren Aabach und Bünz, beide führen Hochwasser, blicken in den Sodbrunnen unten am Schlosshügel und steigen dann zum Schloss auf. Erste Lektion in Heimatkunde zum Thema Schloss Wildegg. Der Schnee fällt nun nass und dicht. Der schmale Pfad steigt sanft an, schlängelt durch Wald, umrundet den Nordausläufer des Chestenberges. Der lange Tatzelwurm der Hombergler folgt in leichtem Auf und Ab erhöht der Südflanke des Aaretales. Der von den tagelangen Regenfällen der Vortage durchnässte Pfad ist nun völlig eingeschneit und zum teil rutschig. Vorsichtiges Gehen ist angesagt. Die Stimmung im dichten, nassen Schneefall und Nebel bis zum Boden ist mystisch, geheimnisvoll.
Ueber einen Hohlweg, ein offenes Feld und den Burghügel erreichen wir die Habsburg, früherer Stammsitz eines mächtigen Fürstengeschlechtes. Wir haben drei Stunden gebraucht. Acht der Unsrigen sitzen bereits in der gemütlichen Gaststube, die sich nun bis zum letzten Platz füllt. Warme Suppe und volle Teller werden gereicht, Wein vom Hiesigen wird eingeschenkt. Einige Ausführungen zur Habsburg und deren Geschichte und das von Troubadour Marc auf der Ukulele gespielte Lied von der Gilberte de Courgenay finden neben den Tischgesprächen auch noch Platz.
Um zwei Uhr marschieren 24 Hombergler/innen in Richtung KP GZ Br 5 ab, einige werden von Lili und Ursi motortransportiert. Die übrigen fahren mit Autos nach Hause oder steigen mit Ingrid zum Bahnhof Schinznach Bad ab. Via Waldflanke, Golfplatz, Kurbad und Aarebrücken wird nach weiteren 75 Minuten recht zügigen Fussmarsches die Bunkeranlage mit dem Kommandoposten der ehemaligen Grenzbrigade 5 erreicht. Hanspeter Biland und Fritz Gehring nehmen uns in Empfang. Mittlerweile sind wir durchnässt. In zwei Gruppen werden wir kundig durch die unterirdischen Räume geführt, die von ehrenamtlichen und geschichtsbewussten Männern des Vereins Festungsmuseum nahezu originalgetreu wieder eingerichtet wurden. Von hier aus wurden die 12‘000 Männer geführt, denen im Zweiten Weltkrieg und Im Kalten Krieg die Verteidigung der Rheingrenze, des Unteren Aaretales und der aargauischen Juraübergänge oblag.
Der Tourenleiter war einer dieser Wehrmänner. Eindrücklich. Gut, dass was hier geübt wurde, nie zur Anwendung kommen musste. Kurz nach fünf Uhr fahren die Busse von Wallbach nach Wildegg und Brugg. Es regnet nun in Strömen. Ein abwechslungsreicher, geschichtsträchtiger, aber auch strenger Tag geht zu Ende. Der Schrittzähler des Tourenleiters zählt 26‘000 Schritte. Danke allen Teilnehmenden. Wetterfest sind sie, die Hombergler.
Walter Knobel










Treffend beschrieben – vielen Dank, Walter!