Sommerlager Bergseehütte 2026

12. – 18. Juli 2026

Tourenleitung: Thomas Bossert, Nils Stolp


Teilnehmende: Fabiola Heynen, Fabien Bolliger, Fabian Kyburz, Yanick Schneider, Florian Hauri, Rahel Schnarwiler

Der Auftakt ins Sommerlager begann gemütlich mit einem Kaffee auf der Göscheneralp. Danach liefen wir entspannt in den Klettergarten Griesstal, wo wir uns mit herrlichen Kletterrouten im besten Granit vergnügten. Die Stimmung war ausgelassen, das Wetter stabil und die Vorfreude auf die Woche deutlich spürbar. Ein perfekter Start.

Am Montag nahmen wir die Südostwand des Schijenstocks in Angriff. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf: Gruppe 1 kletterte die Route «Il tempo vale» und Gruppe 2 einen Mix aus «Goldrausch» und Route «Il tempo vale». Dort machten wir rasch Bekanntschaft mit den berühmt‑berüchtigten Urner Bewertungen und mit Plattenkletterei, die nicht nur knifflig, sondern auch zeitraubend war. Oben genossen wir kurz die Aussicht, bevor wir uns an den langen und durch lose Geröllfelder mühsamen Abstieg machten. Ein Tag, der definitiv in Erinnerung bleibt.

Am Dienstag ging es an die Ostwand des Bergseeschijens. Wir verteilten uns wieder auf zwei verschiedene Routen und trafen uns oben. Die Kletterei war abwechslungsreich: Platten, Risse und kurze steilere Passagen im besten Granit.

Der Mittwoch zeigte sich wettertechnisch wechselhaft und regnerisch. Wir blieben flexibel und nutzten das kurze trockene Zeitfenster für eine kurze MSL am Vorbau des Bergseeschijens. Am Nachmittag vergnügten wir uns mit diversen Gesellschaftsspielen und einem leckeren Kuchen auf der Hütte.

Am Donnerstag war das Wetter wieder besser und wir voller Tatendrang. Wir nahmen die Südwand des Bergseeschijens in Angriff. Dabei teilten wir uns wieder in 2 Gruppen auf.  Wir kletterten die Routen «Tonis Lust» und «Via Andrea» Die Südwand bot sonnige, griffige und abwechslungsreiche Klettereien, ein wahrer Genuss.  Am Nachmittag kletterten wir an der kleinen Ostwand noch eine kürze MSL, bevor wir uns im erstaunlich warmen Bergsee einen wohlverdienten Schwumm gönnten. Ein rundum idealer Klettertag.

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Gratkletterei. Der Südgrat des Hochschijens ist ein Klassiker: luftig, abwechslungsreich und perfekt, um Mikroseillängen zu üben. Am Nachmittag kletterten wir noch eine kurze MSL an den W‑Grat‑Türmen, bevor wir uns auf den Rückweg zur Hütte machten. Ein Tag, der die Freude am Gratklettern definitiv gefestigt hat. Zum Abschluss ging es nochmals in den Klettergarten Griesstal. Dort schauten wir uns den Standplatzbau mit mobilen Sicherungsmitteln an und kletterten noch ein paar letzte Seillängen. Ein idealer Abschluss, um das Gelernte der Woche zu festigen. Danach folgte die Abreise – natürlich nicht ohne den traditionellen Stopp in einem leckeren Restaurant, der jedes Sommerlager würdig abrundet.

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