Wandertage Jaun

vom 25. – 28. Mai 2026

Tourenleitung: Walter Knobel

Tourenbericht: Rolf Hasler

Teilnehmende: Baettig André, Bolliger Kurt, Boss Lili, Bucher Beatrix u Jost, Fischer Thomas* u Ursi, Gacond Marc u Regula, Haller Sibylla, Haller Therese, Hasler Ingrid* u Rolf, Hupfer Esther u Urs, Kamer Katharina, Knobel Ingrid, Knobel Silvia, Moser Sam, Pertl Sivia, Rötheli Markus u Ruth, Sommerhalder André, Spengler Margret. Villiger Monika (* teilw)

Pfingstmontag, 25.5.26
Chalet du Soldat – Wolfs Ort

Fünfundzwanzig fahr’n nach Jaun,
das «Freiburgländchen» anzuschau’n.
Am ersten Tag wirft man noch gern
einen Blick gen Kanton Bern.
Abländschen – dort, wo Fuchs und Dachs
am Schmiermittel der Erdachs’.

Hoher Wasserfall, halb zehn,
das Wetter sommerlich, sehr schön.
Nach Gipfeli und – offeriert –
dem Startkaffee, wird abmarschiert.
Erst den Wasserfall ansehen,
dann eine Ehrenrunde drehen.

Gruppe 1 und Gruppe 2
fahr’n per Sessellift. Nicht dabei
das «Lili-Taxi»: motorisiert
mit Gruppe 3, die nicht marschiert.
Mauzer Bergle, Bergstation
für 2 und 3 – und los geht’s schon.

Gruppe 1 «Chalet Soldat»,
Gruppe 2 zum Berghaus «Grat».
Über Weiden und durch Wald
sieht man das «Chalet Soldat» bald.

Die Gruppe 2 – man glaubt es kaum –
der Weg hier ist nicht unser Traum!
‘s geht über Wurzeln, über Steine,
bald schon spürt man müde Beine.
Beim «Grat» entscheidet Lili schnell,
führt sie per Taxi ins Hotel.

Chalet du Soldat liegen lassen
und PicNic aus dem Rucksack fassen
auf dem Weg zum «Pas du Loup».
Alsdann geht’s rustikaler zu.
Unterwegs sehr viele Leute,
denn es ist Pfingstmontag heute.

Ketten-gesichert aufgestiegen,
oben auf dem Grat abbiegen,
in einem Schlüsselblumen-Garten
auf den Rest der Gruppe warten.
Dieser wird – man sieht, es nützt –
von einer Frau toll unterstützt.

Angepeilt wird dann genau
Abländschen mit dem Hotel «Sau»;
doch, da selbiges geschlossen,
wird am Strassenrand beschlossen,
die Wanderung hier abzuschliessen
und Lilis Taxidienst geniessen.

Ein Bier, Zimmerbezug – und froh
dann alle bald beim Apero.
Was er uns heute wohl erzähle,
Marc, mit seiner Ukulele?
Nachtessen, alle guter Laun’ –
zufrieden ist es hier in Jaun!

Dienstag, 26.5.26
am Moléson, Vudalla, Gruyère

Greyerzerland, zum guten Ton
gehört ein Besuch des Moléson.
Gruppen werden eingeteilt,
die «Vudalla» angepeilt,
Panoramaweg 3 steht heute an,
oder zum Gipfel mit der Bahn.

Für 1 geht’s stetig nun bergan –
möglichst schattig, wenn man kann.
Zum Trinken – nicht für eine Jause –
befiehlt uns Ingrid «Kurze Pause».
Sattel, Grat, sattgrüne Matten,
kurze Waldpartien im Schatten.

Warm ist’s, die Aussicht wunderbar,
der Grat hat es in sich, fürwahr!
Dann das Gipfelkreuz, Vudalla,
und allen tat es hier sehr «gfalla».
Das Gipfelbuch hier nicht vergessen
und dann ausgiebig «PicNic» essen.

Der Abstieg steil, ein «Schlangenpfad»,
die Alp: ein Teerweg ist parat.
Nochmals Wiese, etwas später
(nach 700 Höhenmeter)
wartet das Abschluss-Bierchen schon
bei der Standseil-Talstation.

Über schöne Blumenmatten
wandert Gruppe 2, oft Schatten,
leicht empor zu einer Bank
(zum Sitzen!), macht dann einen Rank
Richtung Greyerz, lässt dies liegen,
weil beim Bahnhof Bier sie kriegen.

Die Gruppe Moléson erfreut.
Die Sicht von oben, sie geht weit:
Im Osten das Greyerzerland,
im Norden – dunstig – Jurarand,
im Westen liegt der Genfersee,
im Süden Berge, ew’ger Schnee.

Achtzehn Uhr, hier alle zweg,
nur Fischers leider heut’ schon weg
wegen Thomas’ schlimmem Rücken.
Dafür tut Ingrid uns beglücken,
leicht lädiert, doch sie auch froh
beim Hombergler Apero.

Das Highlight, es kommt nach dem Essen,
weil Walter Schuwey unterdessen
eingetroffen. Führt perfekt
durch Jaun mit seinem «Juun-Dialekt».
Friedhofkreuze, Orgelspiel
und schliesslich Schlummertrunk am Ziel.

Mittwoch, 27.5.26
La Berra – Valsainte

La Berra, Charmey, Valsainte heute
das Ziel für unsere Homberg-Leute.
Ein Dutzend wählt die grosse Tour,
neun ziehen unten ihre Spur,
wandern heute ganz bescheiden
dem Bach entlang durch satte Weiden.

Eindrücklich Valsainte. Die Karthäuser
hatten alle kleine Häuser
innerhalb der Kostermauern.
Streng gehalten – zu bedauern..
Hier ist für Gruppe 2 das Ziel,
dieweil die 1 dort starten will.

Nach rund zweieinzweitel Stunden
hat Gruppe 1 ihr Ziel gefunden.
Blick in die Runde: wunderbar
(auch wenn die Sicht nicht allzu klar).
«La Berra»-Foto nicht vergessen,
Abstieg, aus dem Rucksack essen.

Die 700 Höhenmeter
abwärts wandern etwas später.
Nicht ganz so steil wie vor zwei Tagen –
‘s geht zügig, und ‘s gibt nichts zu klagen.
Indes, es ist auch niemand bös,
dass wir zurück in der «Chartreuse».

«La Berra» heisst auch eine Beiz,
verströmt einen besondern Reiz.
Drum sitzen alle Homberg-Asse
auf der schattigen Terrasse –
und dies fast eine Stunde lang
bei André’s «lüpfigem Oergeliklang».

Dann ist es Zeit. Und Hasler’s geh’n.
Der Tourenleiter will noch seh’n,
ob die Fromagerie bereit,
«we ‘s morn de wieder heizue geit”
Apero und dann Nachtessen –
toll ist auch dieser Tag gewesen!

Donnerstag, 28.5.26
Im Fang – Fromagerie des Invuettes

Drei Tage Wandern in den Knochen –
der letzte Tag ist angebrochen!
Abschied vom Hotel, wo wir wohnten,
Touren erlebten, die sich lohnten.
Heute nehmen wir’s gemächlich,
Gipfel sind heut’ nebensächlich.

Gepäck verladen, und dann munter
zur alten Kirche alle runter,
talwärts geht’s von dort aus weiter,
der Jaunbach «munterer Begleiter».
Im Schatten unterm Blätterdach
hört leises Rauschen man vom Bach…

Blumenwiesen geht’s entlang,
und schon bald sind wir «im Fang».
Hier heisst dann die gute Kunde:
«zur Buvette nur noch eine Stunde».
Urchig ist sie, die «Buvette»
und fromagerie «des Invuettes».

Zum Abschied wird nochmals getafelt
(wohl auch ordentlich «geschwafelt»)
Man lässt sich hier nicht zweimal bitten:
Beinschinken, Fondue, Käseschnitten,
Roastbeefteller, weisser Wein –
der muss vom Mont Vullly sein!

Vier Tourentage sind verklungen,
mit Wetterglück ganz toll gelungen,
gute Stimmung, wunderbar!
Und das Ganze, dies ganz klar,
perfekt wie stets organisiert
und ebenso auch durchgeführt.
SAC-like, nicht primitiv, nicht nobel:
Danke Ingrid und Walter Knobel!

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